Wo ist der Leopard?

25 03 2010

Ja wo ist er nur? Nachdem hier auf der Farm ein Kalb mit einer Fleiscchwunde im Bauch notgedrungen geschlachtet werden musste und schon mehrere andere Kälbchen verschwnden waren machte sich sich unser Jäger Mathhias mit einem Gewehr bewaffnet auf die suche nach dem Übeltäter und fand ich auch bald in Form eines Leoparden. Er schoss! Doch leider nur ein Streifschuss und weg war der Bösewicht. Sowas ist verdammt gefährlich…ein angeschossener geht mehr ab als Schmidts Katze und kann verdammt aggressiv werden. Die Chefs machten sich trotzem auf die Suche nach ihm, kame aber immer nur mit weichen Knien zurück. So konnte es nicht weitergehen. Der Nachbar wurde also informiert, welcher im Besitz eines Jagdhundrudels ist die speziell auf Raubkatzen ausgerichtet sind. Und dann gings plötzlich “ratz-fatz”…Die Hunde nahmen die Fährte auf und dann wurde gejagt als gäbs kein Morgen mehr. Sieben Hunde trieben den wohl doch nicht so schwer verletzten Leoparden in eine Schlucht und dann auf einen Baum. Jetzt fühlte er sich sicher, da diese Hunde den Baum nicht hochkonnten. Er ahnte aber nicht das hinter dem ganzen Gejage natürlich bösartige Menschenwesen steckten. BUMM…Ulf hat abgedrückt…Plumps…da fiel er wie ein Stein von dem Baum runter, versuchte sich noch an den Hunden zu rächen, war aber schon zu sehr geschwächt und dann auch ziemlich schnell tot. Wie die Gladiatoren kamen die Männer mit dem Leoparden und den Hunden auf dem Auto vorgefahren. Was für ein schönes Tier!!!! Ein noch nicht ganz ausgewachsener Kater aber irgendwie doch schon verdammt groß…Und diese Pranken! Gut zum anfassen aber im Gesicht möchte man sowas lieber nicht haben. Das Fell bekommt jetzt der Nachbar, da er ja seine Hunde gestellt hat (übrigens ganz niedliche Tiere, total verschmust…denkt man garnicht das die so einen Leoparden fertig machen können) und wir bekommen den Kopf des Tieres. Jetzt haben wir eine Raubkatze weniger aber das ist schon inordnung, wir haben viele. Es geh in erster Linie darum das wir einen Kälberdieb weniger haben. Er hätte ja auch Oryx oder Spingbock essen können…dann wär auch nicht au ihn gezielt worden! Selber Schuld:-)

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 Ansonsten war am 21.3. “Independence Day”, Namibia wurde 20 Jahre alt und für uns alle war ein verlängertes Wochenende…Herrlich! Ostern steht genauso wie in Deutschland auch hier vor der Tür und ich vermisse jetzt schon den leckeren Lindt-Schokohasen und Krokant-Eier, denn ich habe neulich schon mal versuchsweise ein namibisches Osterei probiert. Bäh!!! Marshmallow mit einer dünnen Schicht Schokolade überzogen. Aber Osterfeeling kommt trotzdem auf durch frisch gepflanztes Ostergras im Kindergarten und schon einige hundert ausgepustete Eier.



Kurze Unterbrechung

8 03 2010

Kleine Unterbrechungen passieren….und wenn man sich nicht zusammenreist dann werden sie immer länger und länger. Dieses Phänomen ist gerade an meinem Blog zu beobachten.

Also aus dem Kampf mit dem Elefanten wurde nichts weil ich mal wieder einen Unfall hatte (vom fahrenden Auto hinten abgefallen) und danach…ich weis garnicht mehr was alles so passiert ist, ich scheine mich wohl intensivst auf den Besuch meiner beiden Geschwister vorbereitet haben. Und dann waren sie endlich da und nun auch irgendwie plötzlich schon wieder weg. Aber nun mal nicht alles in so einem schnellen Tempo, “Slow by slow” wie ein Händler auf einem namibischen Markt jetzt sagen würde.

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Ja sie kamen an am 16.2. zwar mit Verspätung aber sie kamen. Und dann gings mit einem wunderschönen, alten VW-Bus in richtung Krumhuk. Schnell noch in Windhoek ein bisschen Sundownermaterial gekauft und dann endlich nach Hause. Ich glaube sie waren beide etwas geplättet von den ganzen ersten Eindrücken aber haben sich direkt wohl gefühlt. Die erste Woche habe ich ganz normal gearbeitet und dann gings auf Pad mit einem ziemlich schicken Toyota Hilux 4×4 Doppelkabine mit Dachzelt und kompletter Campingausrüstung. Die genaue Route zu beschreiben würde für gähnende Mäuler sorgen also machs ich so: Wir haben 3 verschiedene Wüstentypen gesehen, ganz viele schöne Tiere wie zum Beispiel Straussen, Oryx und Springböckchen.

IMG_0163 - Kopie Ans Meer sind wir auch gefahren und natürlich haben wir ganz viele wunderschöne Berge in den verschiedensten Formen und Farben gesehen. Ach es war einfach herrlich!!! Darum auch mal wieder ein paar mehr Fotos.

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Die Kobra und Ich

24 01 2010

Foto0055Yes ja, der Kindergarten hat wieder angefangen!!! Diese wunderbaren Kinder haben sich jeder einzeln irgendwie verändert. Der eine ist größer geworden, der andere kann auf einmal deutsch sprechen und so weiter…Und auch der Kindergarten hat sich verändert. Dank des Regens ist es jetzt wunderbar grün geworden und es lässt sich richtig gut toben! Und mit Beginn des Kindergartens habe ich auch weitergemacht Porträts zu zeichnen.Photo0069

Aber natürlich war das nicht das einzige was ich diese Woche so gemach habe. Wie schön es auch ist, das die Pflanzen wieder Wasser haben aber dieses VERDAMMTE UNKRAUT!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Also ihr ahnt schon was ich sonst so gemacht habe…zupf zupf zupf…würd mich nicht wundern wenn ich demnächst auch noch anfang mit dem Unkraut zu sprechen, so oft wie ich es besuchen gehe! Naja…diese Woche habe ich erstmal Bekanntschaft mit einem anderen Lebewesen im Gewächshaus gemacht. Ich saß da so und tat das übliche…zupfen eben, und plötzlich guckte ich in die bösen Augen einer Schlange…ich hatte sie wohl gestört denn sie setzte ein besonders fiesen Blick auf, stellte sich auf und plusterte ihr Wangen auf…Wange klingt so lieb obwohl sie das bei Gott nicht war, aber ich weiß nicht wie ich diese Dinger am Kopf nennen soll…Tja…und da standen wir uns nun gegenüber, die Kobra und ich. Was sollte ich tun? Ein Glück war ich nicht allein im Gewächshaus. Ichging ganz langsam drei, vier Schritte zurück, da eilte mir auch schon Katrina zur Hilfe (ausgebildetete Gewächshausfachfrau) und sie kam nicht alleine sondern mit einem Plastikrohr und einer Hacke. Wir droschen beide wie blöd auf dieses Viech ein. Sie versuchte uns anzuspucken (oder beschimpfte sie uns?), bekam dann aber einen kräftigen Schlag auf ihren Kopf. Ich sah die Sterne, die um ihren Kopf flogen wie in den Comicbüchern…Jetzt liegt sie irgendwo zwischen Kuhkacke und Unkraut auf einem Kompost wenn sie nicht schon lange verdaut und ausgeschieden von einem Schakal in den grünen Wiesen Namibia herumliegt.

Puh, da bin ich aber grade nochmal dem Tod von der Schippe gesprungen und fühl mich jetzt wie dieser Engel der mit dem Drachen gekämpft hat!!! Demnächst nehm ich es dann mit einem Elefanten auf…:-)

Ich berichte euch dann nächste Woche, bis dahin!



Der Damm ist voll!!!

17 01 2010

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Nun meld ich mich mal wieder aus dem fernen Namibia. Aber ich stelle immer öfter fest dass es hier garnicht so anders ist wie in Deutschland. Liegt aber vielleicht auch daran dass ich mich hier einfach milerweile wunderbar eingelebt habe.

Von letzter Woche gibt es nicht viel spektakuläres zu berichten. Ich habe das Gewächshaus von weiterem Unkraut befreit, welches hier nach jedem Regen sprießt und wächst als wärs gedopt. Dienstag und Mittwoch war ich in dem Projekt Soutere (Kindergarten und Schule im Township Katutura). Die haben dort neue Gebäude gebaut und wir haben mit einer kleinen Gruppe die Räume lasiert. Das kann schon mal zwei Tage dauern wenn viele kleine schwarze Kinder um einen herumwuseln und etwas zu essen haben wollen. Ansonsten habe ich mich auf den Kindergarten vorbereitet der diesen Montag beginnt. Letzte Woche sind so langsam alle Kinder wieder eingetrudelt denn die meisten fahren über die Ferien ins Ovamboland zu ihrer Verwandtschaft.

Letzte Woche hat ist hier wieder wahnsinnig geregnet, sodass der Damm wieder voll mit Wasser ist. Das ist schon ein schöner Anblick nachdem er in den letzte Monaten völlig ausgetrocknet war und die Erde schon von Rissen durchzogen. Es wird von Tag zu Tag grüner hier und die Pad bis zur Asphaltstrasse wird immer schlechter. Freitag war Payday für die Mitarbeiter, der Tag wo sie ihr Geld bekommen und nach Windhoek gefahren werden um einkaufen zu können. Es hatte jedoch ein paar Minuten vorher so doll geregnet dass ein reißender Fluß Quer über die Strasse führte und den Weg nach Windhoek versperrte. So ein Fluß ensteht innerhalb von ein paar Minuten. Das ist schon komisch, in Deutschland regnet ein paar Wochen immer ein bisschen und hier regnet es ein paar Minuten und dann so doll, dass ausgetrocknete Flüsse gefüllt werden. Ich persönlich bevorzuge die afrikanische Variante.

Zu feier der Regenzeit sind Fabi und Ich gestern mit ein paar Leuten mal wieder richtig dicke feiern gegangen. Herrlich!!! Die Fotos sagen alles, da muss ich nicht viel zu sagen :-)

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Als Abschluss muss ich noch eben loswerden, dass ich schon ziemlich sehr dolle aufgeregt bin weil in exactly einem Monat meine beiden lieben Geschwister zu mir kommen. Ay Ay Ay, jeboooo, das ist awesooooome!!!!!!!!!!!!!!



Christmas and New-Years-Eve

5 01 2010

Ihr Lieben, erstmal entschuldige ich mich, ich bin ein bisschen schreibfaul geworden…

CIMG3476 - KopieNun aber mal ein Bericht über Weihnachten und Silvester auf der Südhalbkugel:Wie schon vorher berichtet bin ich nicht wirklich in Weihnachtsstimmung gekommen und das Gefühl von einer “heiligen Nacht” wollte einfach nicht aufkommen, aber für mich war das garnicht so schlimm denn so ist mit auch der stressige Teil des Festes erspart geblieben (Einkaufsstress). Am 24. wurde hier bis Mittags noch gearbeitet um dann ein großes Essen mit allen Mitarbeitern der Farm einzunehmen. Nachmittags haben wir Praktikanten den “Weihnachstbaum” , einen Weißdornbusch, geschmückt. Am frühen Abend ging es dann zur Andacht in die kleine Kapelle von Krumhuk wo unter anderem ” Stille Nacht,heilige Nacht” auf Schnalzisch gesungen wurde.

Nach der Andacht haben wir Praktikanten unser Essen und den Tisch hergerichtet und so gegen 21h lekka gespeist: Oryx-Roastbeaf mit Kartoffeln, selbstegmachter Remoulade und in Knoblauch eingelegte Oberginen. Zum Nachtisch gabs buntes Eis mit Obstsalat.

Der 25. und 26. waren frei und eigentlich war es geplant Silvester schön auf das Gazza-Konzert zu gehen, so wie ich es auch berichtet hatte, allerding beschlossen Clara, Martin, Rike und Ich und kurzerhand dazu, doch nach Swakopmund zu fahren. Der Entschluss stand am 28. Morgens fest und am 28. Abends saßen wir bereits im Zug Richtung Küste. Interessantes Gefährt der “Desert-Express”…mit durchschnittlich 30 km/h braucht er ca. 10 Stunden nach Swakop während man mit dem Auto höchstens 4 Stunden braucht.

Also die Tage in Swakop waren herrlich, zwar immer etwas bewölkt und kalt aber schön! Als Hafenstädter fühlt man sich wohl in anderen Hafenstädten immer wohl…:-) New Years Eve würde natürlich am Strand gefeiert mit riesigem Feuer, einer großen Tanzfläche in der Mitte der Bar und jede Menge guter Musik dazu. Bei einem kleinen “Ausflug” ans Wasser überraschte mich eine etwas zu klein eingeschätze Welle und ich war plötzlich von Oben bis Unten nass…Tja, mein altes Handy gibt jetzt nur noch merkwürdige Geräusche von sich aber wozu gibt es in Namibia immer schöne Special-Angebote, wo man tolle Handys für n Appel und n Ei bekommt?Ich bin jetzt zumindest stolze Besitzerin eines brandneuen Touchscreenhandys…:-)

Am 3. Januar ging es zurück nach Krumhuk und jetzt wird wieder fleißig mit angepackt. Im Gewächshaus muss jede Menge Unkraut gezupft werden. Zudem hat (endlich!!!!!) die Regenzeit begonnen. Das heist, es ist relativ kühl, bewölkt und man kann jederzeit mit einem Schauer rechnen. Und es ist alles grün…Unfassbar guttuend nach so einer langen Hitze- und Dürreperiode.

Also ich hoffe ihr seid alle gut ins Jahr 2010 gerutscht, Liebste Grüße aus dem Süden!



Back in Town

21 12 2009

Wir sind wieder “Zu Hause” nachdem wir einen wunderschönen und erlebnisreichen Urlaub genossen haben. Freitag abend ging es mit dem Sleepliner nach Capetown. Die Fahrt war komfortabler als angenommen und so kamen wir erholt aber ein bisschen zu spät auf unserem Zwischenseminar in Hermanus an (2 Stunden außerhalb von Capetown). Das wir verspätet waren war nicht si schlimm da das Seminar inhaltlich nicht besonders spektakulär war. Dafür aber umso schöner sich mit neuen Leuten über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche zu unterhalten und vorallem für mich endlich Kathy wiederzusehen!!!!!!!!! :-)

Nach dem Seminar sind Fabian und ich noch 1 1/2 Tage in Capetown geblieben, konnten glücklicherweise bei Kathy übernachten und uns so noch mal kleines Bild von dieser fantastischen Stadt machen. Im Gegensatz zu Windhoek hat man schon eher das Gefühl man ist in Afrika. Und an alle Fußballfans: Südafrika steckt schon mitten in den Vorbereitungen für den World Cup…Es werden neue Straßen, Stadien etc. gebaut.

Nachdem wir dann eine Nacht am Flughafen verbracht haben ging es in aller Frühe mit dem Flieger nach Maputo. Als wir in die Stadt zu unserem Backpackers fuhren erlebten wir einen Unterschied zu Windhoek der größer nicht hätte sein können! Windhoek: so ca. jeder Zweite kann ein bisschen Deutsch, deutsche Straßennamen, die Stadt ist sauber und es fahren relativ neue Autos herum. Maputo: überall liegt Mül herum, die Straßen bestehen aus ein paar Flecken Teer, wo die ebenso kaputten Autos hupend drüber fahren. Am Straßenrand wird alles verkauft was das Herz begehrt von Auspüffen über Mangos bis hin zu Plastikweihnachtsbäumen. Kaum einer spricht Englisch, die Hauptsprache ist Portugiesisch. Soweit das Auge reicht kein eineziger Weißer zu sehen! DAS IST AFRIKA! Ich hab zum ersten mal seit hier hier bin das gesehen, was ich mir immer unter Afrika vorgestellt. Es ist nicht schön in Maputo aber ein Erlebnis! Spontan entschlossen Fabian und ich uns am Montag noch eine kleine tour an einen wunderschönen Strand zu machen der uns empfohlen wurde. Es sollte mit dem Shuttle ca 7 Stunden dauern und da wir dachten unser Flug geht erst Donnerstag zurück hätte sich das sogar noch gelohnt. Nachdem wir nach 10 Stunden dann endlich in Tofo angekommen waren und der Strand wirklich schön war (unser Hostel war direkt am Strand) schaute ich zufällig nochmal auf die Flugtickets und stelltefest das unser Flug schon Mittwoch ging. Wir kamen also in Tofo um ca. 17h am Montag an und stellten fest das wir schon am nächsten Tag zurück müssen. wir erkundigten uns nach dem Shuttle zurück der wie wir erfuhren morgens um 4h losfährt. Tja…das war dann unser Trip an den Strand: insgesammt 20 Stunden Busfahrt, eine Autopanne (Achse gebrochen weil der Fahrer kein Schlagloch ausgelassen hat) und ein paar Stündchen am Strand…aber wir haben wenigstens was von Mosambk gesehen:-)

Jetzt sind wir wieder zurück in Namibia nd stellen fest das die Lanschaft hier doch irgendwie am schönsten ist. Es ist wahnisinnig heiß geworden sodass man allein vom rumsitzen schon total geschafft ist. Weihnachtsstimmung ist immernoch nicht wirklich aufgekommen aber damit habe ich mich mitlerweile abgefunden :-)

Die Feiertage habe ich frei und Silvester wird leider doch nicht in Swakop verbracht, da wir keine Unterkunft haben. Aber wir haben eine sehr gute Alternative: Gazza gibt zum Anlass ein dickes Konzert an dem wir natürlich teilhaben werden und im Anschluss schön das neue Jahr zelebrieren.

Ich hoffe ihr habt ähnlich schöne Pläne…in diesem Sinne schöne Feiertag und einen wahrscheinlich wesentlich kälteren Rutsch ins neue Jahr.

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2 12 2009

Letzte Woche war ein kleines Tiefdruckgebiet sowohl über Namibia als auch über mir…Die viele Abeit hat mich einfach geschafft aber jetzt gehts mir schon wieder viel besser und die Wolken über Krumhuk sind auch verzogen.

Jetzt hat die letzte Woche Kindergarten begonnen, bevor die großen “Sommerferien” beginnen und im Kindergarten spielen wir jetzt jeden Tag “Maria und Joseph”. Den Kindern macht das sehr Spass und ich komm wenigstens für 3 Stunden am Tag ein bisschen in Weihnachtsstimmung. Nach den Ferien sind wir dann einer weniger, weil Daniel dann eingeschult wird. Das ist auch schon der perfekte Übergang zum nächste Kind was ich euch vorstellen will. Daniel ist ein Ovambo und der älteste im Kindergarten. Deshalb durfte er auch das letzte Jahr schon ein paar besondere Aufgaben übernehmen. Er sollte eigentlich scho letztes Jahr eingeschult werden aber die Aufnahme hielt ihn noch für zu verträumt. Aus diesem Grund ist er die letzten Wochen immer für eine Zeit aus dem Kindergarten gegangen und hatvont einer Anwohnerin hier auf der Farm extra Schulvorbereitung bekommen. Jetzt Kann er schon seinen Namen schreiben, auf deutsch die Wochentage auswendig aufsagen und ohne Probleme bis 20 zählen. Das hört sich nicht sehr kompliziert an, ist für ihn aber eine sehr gute Leistung wenn man bedenkt dass das jetzt seine dritte Sprache ist die er lernt. Daniel war seit ich hier bin immer der “Anführer” im Kindergarten. Nicht nur wegen seinem Alter sondern auch wegen seiner Kultur. Ovambos sind sehr stolze Menschen, wohl auch weil der Präsident von Namibia ein Ovambo ist. Sie sind das einzige Volk in Namibia was viel herumreist das sie an jedem freien Tag ins Vamboland fahren um dort Familie und Freunde zu besuchen. Ein Ovambo würde sich z.B. nie eine Damaran als Frau nehmen, dafür sind sie zu stolz.

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Tragischer Weise mussten wir diese Woche wieder aine Beerdingung feiern. Ein 14-jähriges Mädchen hatte vor nichtmal 3 Wochen ein Baby bekommen. Sie war erst im 7 Monat. Ihr Kind war zu schwach und ist letzte Woche gestorben. Es wurde gestern hier auf dem Friedhof von Krumhuk beerdigt.

Frohe Nachrichten hingegen sind, dass dies für 2 Wochen der letzte Blogeintrag sein wird. Am Freitag gehts los Richtung Südafrika, Capetown!!! Es liegen 22 Stunden Busfahrt vor uns…Dann ist das Zwischenseminar 5 Tage in der Camphill-Einrichtung Hermanus und dann gehts mit Fabian weiter nach Mosambik, Maputo. 6 Tage Afrika PUR!!!! Wir haben uns Mosambik ausgesucht erstens weil es schön am Indischen Ozean liegt, zweitens weil wir endlich mal in ein Land wollten wo nicht so viele Weiße herumlaufen und drittens ist es für mich nicht unintressant wegen meiner mündlichen Abitursaufgabe. Ich habe also endlich Ferien und freue mich wahnsinnig drauf!!!!!



“Massive Töne”…

22 11 2009

Gestern hatte ich mal wieder Ausgang…Massive Töne waren in der Stadt! Hahaha ich wusste garnicht das es “die coolsten” überhaupt noch gibt und dann tauchen die ausgerechnet in Windhoek auf…war ein ganz netter Auftritt auch wenn ich nicht so der größte Fan von denen bin! Besser war, das Gazza aufeinmal auftauchte und spontan auch noch kurz aufgetreten ist. Liebe Leute mein Fuß is wieder fast geheilt, ich lauf zumindest wieder normal! Nach dem ersten schrecken, das es etwas schlimmeres sein könnte hat er sich doch recht schnell erholt. Ich werd trotzdem sobald nicht wieder von einem Autodach springen:-) Ansonsten fängt jetzt die Weihnchtsbäckerei an…Wir haben gestern die ersten Lebkucken-Weihnachstmänner gebacken! Das ist vielleicht komisch…ich bin aufjedenfall bei 30°C nicht wirklich in Weihnachststimmung. Die Kerzen im Kindergarten sind jeden morgen krumm, weil sie bei dieser Hitze schmelzen und in der Mittagshitze möchste man sich am liebsten in den Schatten verziehen, was sich schwierig gestaltet wenn die Sonne fast im Zenit steht! Ein Glück ist das Farmschwimmbad gefüllt und die Badesaison eröffnet, sodass man sich da etwas Erfrischung holen kann! Abends wird es allerdings noch ziemlich frisch, aber das tut sehr gut. Ich mache also in letzter Zeit wenns dunkel ist immer einen kleinen Spaziergang und genieße die Frische und den unschlagbaren Sternenhimmel mit vielen Sternschnuppen. Mein neuestes Projekt: ich zeichne von jedem Kindergartenkind ein Porträt. Mein nächstern Kandidat ist Jeremia. Er sieht Will Smith zum verwechseln ähnlich, verhält sich nur nicht ganz so…er ist der einzige der sich ab und zu noch in die Hosen macht. Ich möchte ihn euch kurz vorstellen: Jeremia ist ein Damaran, also von Natur aus etwas schüchterner. Er macht eigentlich nie das, was man will, was daran liegen könnte das er noch nicht wirklich gut deutch versteht. Wenn man ihn um etwas bittet guckt er ein mit großen Augen an und sagt ganz überzeugend “JA” aber Taten folgen nicht! Dafür kann er sehr gut Kwaito tanzen und steht jeden Morgen mit seinen Teamkollegen auf der Mauer und singt und tanzt, was das Zeug hält. This is Africa… Nächste Woche stelle ich euch den nächsten vor!

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Aua…

15 11 2009

Jetzt wartet ihr alle auf eine ausführlichen Jagdbericht richtig?Ich muss euch leider enttäuschen…die wunderbaren Aussichten auf diese Woche haben mich letzten Sonntag so euphorisch gestimmt dass ich voller Übermut für ein Foto von dem Dach eines Landrovers gesprungen bin und mir dabei am linken Fuß eine Muskel-Sehnen-Zerrung zugezogen habe. Deshalb war ich statt auf Jagd Dienstag und Mittwoch im Katholischen Krankenhaus Windhoek. Nachdem mein Fuß geröngt wurde – weil Verdacht auf Bruch – wurde aber Entwarnung gegeben. Es folgte nur eine Krankschreibung für 10 Tage. Puh, was für eine Erleichterung denn sonnst hätte ich mein Zwischenseminar in Capetown absagen müssen und damit auch den anschließenden Urlaub nach Mozambique.

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Ich bin also diese Woche so durch den Alltag gehumpelt, denn trotz Krankschreibung muss ich arbeiten…:-(

Wunderbar positive Neuigkeiten diese Woche sind aber dass ich umgezogen bin! Ich gebs nur ungern zu aber ich habe mit der Zeit festgestellt, dass mein Zimmer nicht wirklich angenehm zu bewohnen war. Zum einem ist es dort ausser morgens um 6:00h immer dunkel, zum anderen laufen dort aus unerklärlichen Gründen wahnsinnig viele Krabbeltiere rein und nicht wieder raus und hinzukommend war es mir unangenehm jedes Gespräch was in der Prakti-Küche geführt wurde mitzuhören. Die Küche und mein Ex-Zimmer liegen nebeneinander…Naja nun hab ich ein neues Zimmer ergattert, sofort wunderschön eingerichtet und fühl mich so wohl hier, dass ich den ganzen Tag darin verbringen könnte!!!

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Auto fahren und Naturgewalten

8 11 2009
YES JAAAAAAAA!!!!!!!!!!!! ICH BIN AUTO GEFAHREN!!!! und dann auch noch gleich einen Landrover auf einer Farmpad…das macht vielleicht einen Spass und diesmal ist es nicht nur gestellt!!!! Es ist vor ungefähr 10 Minuten gewesen deshalb bin ich noch voller Adrenalin :-) Ich bin sogar im vierten Gang gefahren. Ok, da hab ich nicht selbst hingeschaltet aber bei den anderen Gängen schon! Also nächstes Projekt: Führerschein machen!

 

 

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 Anfang der Woche erhielten wir eine freudige Nachricht: Wir haben wieder Wasser! Seit Mai diesen Jahres wurden einige Versuche unternommen um irgendwie an Wasser zu kommen. Nachdem das eigentliche Bohrloch aus damals unerklärlichen Gründen aufeinmal kein Wasser mehr gab, rollten hier einige riesige Trucks an um neue Löcher zu bohren. Das eine war nach hundert Metern immernoch trocken und fiel immer ein und das andere sah zwar erst vielversprechend aus, gab aber letztendlich doch nur eine nicht lohnende Menge Wasser von sich. Nach diesen Rückschlägen wurde also zu guter letzt das alte Bohrloch nocheinmal gründlich untersucht und plötzlich war der Fehler gefunden: In einem Rohrteil in 150 Meter Tiefe war ein kleiner Riss. Durch den Wasserdruck bog sich der Riss immer auf und die Wassersäule konnte nicht hochgenug steigen um von den Pumpen zu den Haushälten gepumpt zu werden…Oh man! Jetzt muss die ganze Wasserleitung gereinigt werden, da sie föllig verkalkt ist nach über 6 Monaten auuser Betrieb und dann haben wir endlich wieder Wasser. Die Hoffnung ist groß, dass das Pool wieder gefüllt wird :-) Jetzt hatten wir dieses Wochenende 10 Stunden Stromausfall, sodass die Pumpen wieder ausser Betrieb waren. Aber was sind schon 10 Stunden gegen 7 Monate?

Wir haben es hier in Windhoek und Umgebung immoment sehr mit den Naturgewalten zu tun…Dieses Wochenende entfachte aufeinmal rund um Windhoek ein großes Buschfeuer. Über Windhoek liegt ein dicker Smock-Teppich und in der Nacht von Samstag auf Sonntag (ich habe in Windhoek geschlafen) konnte man das Feuer auf den umliegenden Bergen beobachten. Was so bedrohlich ist, kann bei Nacht und aus Entfernung wirklich wunderschön aussehen! Blöder Zufall: Jetzt am Wochenende kam aufeinmal ein heftiger Wind auf. Man kann nicht draussen sein weil einem alles um die Ohren fliegt und alle 5 Minuten rollt eine Windhose über den Hof. Auch wenn der Wind ein bisschen schwächer sein könnte ist aber für mich eine ganz willkommene Abkühlung von der unheimlich heissen letzten Woche. Puh…gefühlte 40 °C im Schatten!!!

So Leute, wunderbare Aussichten für nächste Woche: ich darf vielleicht nächste Woche mit auf Jagd! Hoffentlich klappt das alles, ich will das unbedingt mal sehen! Ich berichte euch dann nächste Woche…bis dann!

 

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