Back in Town

21 12 2009

Wir sind wieder „Zu Hause“ nachdem wir einen wunderschönen und erlebnisreichen Urlaub genossen haben. Freitag abend ging es mit dem Sleepliner nach Capetown. Die Fahrt war komfortabler als angenommen und so kamen wir erholt aber ein bisschen zu spät auf unserem Zwischenseminar in Hermanus an (2 Stunden außerhalb von Capetown). Das wir verspätet waren war nicht si schlimm da das Seminar inhaltlich nicht besonders spektakulär war. Dafür aber umso schöner sich mit neuen Leuten über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche zu unterhalten und vorallem für mich endlich Kathy wiederzusehen!!!!!!!!! 🙂

Nach dem Seminar sind Fabian und ich noch 1 1/2 Tage in Capetown geblieben, konnten glücklicherweise bei Kathy übernachten und uns so noch mal kleines Bild von dieser fantastischen Stadt machen. Im Gegensatz zu Windhoek hat man schon eher das Gefühl man ist in Afrika. Und an alle Fußballfans: Südafrika steckt schon mitten in den Vorbereitungen für den World Cup…Es werden neue Straßen, Stadien etc. gebaut.

Nachdem wir dann eine Nacht am Flughafen verbracht haben ging es in aller Frühe mit dem Flieger nach Maputo. Als wir in die Stadt zu unserem Backpackers fuhren erlebten wir einen Unterschied zu Windhoek der größer nicht hätte sein können! Windhoek: so ca. jeder Zweite kann ein bisschen Deutsch, deutsche Straßennamen, die Stadt ist sauber und es fahren relativ neue Autos herum. Maputo: überall liegt Mül herum, die Straßen bestehen aus ein paar Flecken Teer, wo die ebenso kaputten Autos hupend drüber fahren. Am Straßenrand wird alles verkauft was das Herz begehrt von Auspüffen über Mangos bis hin zu Plastikweihnachtsbäumen. Kaum einer spricht Englisch, die Hauptsprache ist Portugiesisch. Soweit das Auge reicht kein eineziger Weißer zu sehen! DAS IST AFRIKA! Ich hab zum ersten mal seit hier hier bin das gesehen, was ich mir immer unter Afrika vorgestellt. Es ist nicht schön in Maputo aber ein Erlebnis! Spontan entschlossen Fabian und ich uns am Montag noch eine kleine tour an einen wunderschönen Strand zu machen der uns empfohlen wurde. Es sollte mit dem Shuttle ca 7 Stunden dauern und da wir dachten unser Flug geht erst Donnerstag zurück hätte sich das sogar noch gelohnt. Nachdem wir nach 10 Stunden dann endlich in Tofo angekommen waren und der Strand wirklich schön war (unser Hostel war direkt am Strand) schaute ich zufällig nochmal auf die Flugtickets und stelltefest das unser Flug schon Mittwoch ging. Wir kamen also in Tofo um ca. 17h am Montag an und stellten fest das wir schon am nächsten Tag zurück müssen. wir erkundigten uns nach dem Shuttle zurück der wie wir erfuhren morgens um 4h losfährt. Tja…das war dann unser Trip an den Strand: insgesammt 20 Stunden Busfahrt, eine Autopanne (Achse gebrochen weil der Fahrer kein Schlagloch ausgelassen hat) und ein paar Stündchen am Strand…aber wir haben wenigstens was von Mosambk gesehen:-)

Jetzt sind wir wieder zurück in Namibia nd stellen fest das die Lanschaft hier doch irgendwie am schönsten ist. Es ist wahnisinnig heiß geworden sodass man allein vom rumsitzen schon total geschafft ist. Weihnachtsstimmung ist immernoch nicht wirklich aufgekommen aber damit habe ich mich mitlerweile abgefunden 🙂

Die Feiertage habe ich frei und Silvester wird leider doch nicht in Swakop verbracht, da wir keine Unterkunft haben. Aber wir haben eine sehr gute Alternative: Gazza gibt zum Anlass ein dickes Konzert an dem wir natürlich teilhaben werden und im Anschluss schön das neue Jahr zelebrieren.

Ich hoffe ihr habt ähnlich schöne Pläne…in diesem Sinne schöne Feiertag und einen wahrscheinlich wesentlich kälteren Rutsch ins neue Jahr.

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2 12 2009

Letzte Woche war ein kleines Tiefdruckgebiet sowohl über Namibia als auch über mir…Die viele Abeit hat mich einfach geschafft aber jetzt gehts mir schon wieder viel besser und die Wolken über Krumhuk sind auch verzogen.

Jetzt hat die letzte Woche Kindergarten begonnen, bevor die großen „Sommerferien“ beginnen und im Kindergarten spielen wir jetzt jeden Tag „Maria und Joseph“. Den Kindern macht das sehr Spass und ich komm wenigstens für 3 Stunden am Tag ein bisschen in Weihnachtsstimmung. Nach den Ferien sind wir dann einer weniger, weil Daniel dann eingeschult wird. Das ist auch schon der perfekte Übergang zum nächste Kind was ich euch vorstellen will. Daniel ist ein Ovambo und der älteste im Kindergarten. Deshalb durfte er auch das letzte Jahr schon ein paar besondere Aufgaben übernehmen. Er sollte eigentlich scho letztes Jahr eingeschult werden aber die Aufnahme hielt ihn noch für zu verträumt. Aus diesem Grund ist er die letzten Wochen immer für eine Zeit aus dem Kindergarten gegangen und hatvont einer Anwohnerin hier auf der Farm extra Schulvorbereitung bekommen. Jetzt Kann er schon seinen Namen schreiben, auf deutsch die Wochentage auswendig aufsagen und ohne Probleme bis 20 zählen. Das hört sich nicht sehr kompliziert an, ist für ihn aber eine sehr gute Leistung wenn man bedenkt dass das jetzt seine dritte Sprache ist die er lernt. Daniel war seit ich hier bin immer der „Anführer“ im Kindergarten. Nicht nur wegen seinem Alter sondern auch wegen seiner Kultur. Ovambos sind sehr stolze Menschen, wohl auch weil der Präsident von Namibia ein Ovambo ist. Sie sind das einzige Volk in Namibia was viel herumreist das sie an jedem freien Tag ins Vamboland fahren um dort Familie und Freunde zu besuchen. Ein Ovambo würde sich z.B. nie eine Damaran als Frau nehmen, dafür sind sie zu stolz.

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Tragischer Weise mussten wir diese Woche wieder aine Beerdingung feiern. Ein 14-jähriges Mädchen hatte vor nichtmal 3 Wochen ein Baby bekommen. Sie war erst im 7 Monat. Ihr Kind war zu schwach und ist letzte Woche gestorben. Es wurde gestern hier auf dem Friedhof von Krumhuk beerdigt.

Frohe Nachrichten hingegen sind, dass dies für 2 Wochen der letzte Blogeintrag sein wird. Am Freitag gehts los Richtung Südafrika, Capetown!!! Es liegen 22 Stunden Busfahrt vor uns…Dann ist das Zwischenseminar 5 Tage in der Camphill-Einrichtung Hermanus und dann gehts mit Fabian weiter nach Mosambik, Maputo. 6 Tage Afrika PUR!!!! Wir haben uns Mosambik ausgesucht erstens weil es schön am Indischen Ozean liegt, zweitens weil wir endlich mal in ein Land wollten wo nicht so viele Weiße herumlaufen und drittens ist es für mich nicht unintressant wegen meiner mündlichen Abitursaufgabe. Ich habe also endlich Ferien und freue mich wahnsinnig drauf!!!!!