Die Kobra und Ich

24 01 2010

Foto0055Yes ja, der Kindergarten hat wieder angefangen!!! Diese wunderbaren Kinder haben sich jeder einzeln irgendwie verändert. Der eine ist größer geworden, der andere kann auf einmal deutsch sprechen und so weiter…Und auch der Kindergarten hat sich verändert. Dank des Regens ist es jetzt wunderbar grün geworden und es lässt sich richtig gut toben! Und mit Beginn des Kindergartens habe ich auch weitergemacht Porträts zu zeichnen.Photo0069

Aber natürlich war das nicht das einzige was ich diese Woche so gemach habe. Wie schön es auch ist, das die Pflanzen wieder Wasser haben aber dieses VERDAMMTE UNKRAUT!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Also ihr ahnt schon was ich sonst so gemacht habe…zupf zupf zupf…würd mich nicht wundern wenn ich demnächst auch noch anfang mit dem Unkraut zu sprechen, so oft wie ich es besuchen gehe! Naja…diese Woche habe ich erstmal Bekanntschaft mit einem anderen Lebewesen im Gewächshaus gemacht. Ich saß da so und tat das übliche…zupfen eben, und plötzlich guckte ich in die bösen Augen einer Schlange…ich hatte sie wohl gestört denn sie setzte ein besonders fiesen Blick auf, stellte sich auf und plusterte ihr Wangen auf…Wange klingt so lieb obwohl sie das bei Gott nicht war, aber ich weiß nicht wie ich diese Dinger am Kopf nennen soll…Tja…und da standen wir uns nun gegenüber, die Kobra und ich. Was sollte ich tun? Ein Glück war ich nicht allein im Gewächshaus. Ichging ganz langsam drei, vier Schritte zurück, da eilte mir auch schon Katrina zur Hilfe (ausgebildetete Gewächshausfachfrau) und sie kam nicht alleine sondern mit einem Plastikrohr und einer Hacke. Wir droschen beide wie blöd auf dieses Viech ein. Sie versuchte uns anzuspucken (oder beschimpfte sie uns?), bekam dann aber einen kräftigen Schlag auf ihren Kopf. Ich sah die Sterne, die um ihren Kopf flogen wie in den Comicbüchern…Jetzt liegt sie irgendwo zwischen Kuhkacke und Unkraut auf einem Kompost wenn sie nicht schon lange verdaut und ausgeschieden von einem Schakal in den grünen Wiesen Namibia herumliegt.

Puh, da bin ich aber grade nochmal dem Tod von der Schippe gesprungen und fühl mich jetzt wie dieser Engel der mit dem Drachen gekämpft hat!!! Demnächst nehm ich es dann mit einem Elefanten auf…:-)

Ich berichte euch dann nächste Woche, bis dahin!



Der Damm ist voll!!!

17 01 2010

DSCI7773

Nun meld ich mich mal wieder aus dem fernen Namibia. Aber ich stelle immer öfter fest dass es hier garnicht so anders ist wie in Deutschland. Liegt aber vielleicht auch daran dass ich mich hier einfach milerweile wunderbar eingelebt habe.

Von letzter Woche gibt es nicht viel spektakuläres zu berichten. Ich habe das Gewächshaus von weiterem Unkraut befreit, welches hier nach jedem Regen sprießt und wächst als wärs gedopt. Dienstag und Mittwoch war ich in dem Projekt Soutere (Kindergarten und Schule im Township Katutura). Die haben dort neue Gebäude gebaut und wir haben mit einer kleinen Gruppe die Räume lasiert. Das kann schon mal zwei Tage dauern wenn viele kleine schwarze Kinder um einen herumwuseln und etwas zu essen haben wollen. Ansonsten habe ich mich auf den Kindergarten vorbereitet der diesen Montag beginnt. Letzte Woche sind so langsam alle Kinder wieder eingetrudelt denn die meisten fahren über die Ferien ins Ovamboland zu ihrer Verwandtschaft.

Letzte Woche hat ist hier wieder wahnsinnig geregnet, sodass der Damm wieder voll mit Wasser ist. Das ist schon ein schöner Anblick nachdem er in den letzte Monaten völlig ausgetrocknet war und die Erde schon von Rissen durchzogen. Es wird von Tag zu Tag grüner hier und die Pad bis zur Asphaltstrasse wird immer schlechter. Freitag war Payday für die Mitarbeiter, der Tag wo sie ihr Geld bekommen und nach Windhoek gefahren werden um einkaufen zu können. Es hatte jedoch ein paar Minuten vorher so doll geregnet dass ein reißender Fluß Quer über die Strasse führte und den Weg nach Windhoek versperrte. So ein Fluß ensteht innerhalb von ein paar Minuten. Das ist schon komisch, in Deutschland regnet ein paar Wochen immer ein bisschen und hier regnet es ein paar Minuten und dann so doll, dass ausgetrocknete Flüsse gefüllt werden. Ich persönlich bevorzuge die afrikanische Variante.

Zu feier der Regenzeit sind Fabi und Ich gestern mit ein paar Leuten mal wieder richtig dicke feiern gegangen. Herrlich!!! Die Fotos sagen alles, da muss ich nicht viel zu sagen 🙂

DSCI7790 - Kopie

DSCI7898 - Kopie

Als Abschluss muss ich noch eben loswerden, dass ich schon ziemlich sehr dolle aufgeregt bin weil in exactly einem Monat meine beiden lieben Geschwister zu mir kommen. Ay Ay Ay, jeboooo, das ist awesooooome!!!!!!!!!!!!!!



Christmas and New-Years-Eve

5 01 2010

Ihr Lieben, erstmal entschuldige ich mich, ich bin ein bisschen schreibfaul geworden…

CIMG3476 - KopieNun aber mal ein Bericht über Weihnachten und Silvester auf der Südhalbkugel:Wie schon vorher berichtet bin ich nicht wirklich in Weihnachtsstimmung gekommen und das Gefühl von einer „heiligen Nacht“ wollte einfach nicht aufkommen, aber für mich war das garnicht so schlimm denn so ist mit auch der stressige Teil des Festes erspart geblieben (Einkaufsstress). Am 24. wurde hier bis Mittags noch gearbeitet um dann ein großes Essen mit allen Mitarbeitern der Farm einzunehmen. Nachmittags haben wir Praktikanten den „Weihnachstbaum“ , einen Weißdornbusch, geschmückt. Am frühen Abend ging es dann zur Andacht in die kleine Kapelle von Krumhuk wo unter anderem “ Stille Nacht,heilige Nacht“ auf Schnalzisch gesungen wurde.

Nach der Andacht haben wir Praktikanten unser Essen und den Tisch hergerichtet und so gegen 21h lekka gespeist: Oryx-Roastbeaf mit Kartoffeln, selbstegmachter Remoulade und in Knoblauch eingelegte Oberginen. Zum Nachtisch gabs buntes Eis mit Obstsalat.

Der 25. und 26. waren frei und eigentlich war es geplant Silvester schön auf das Gazza-Konzert zu gehen, so wie ich es auch berichtet hatte, allerding beschlossen Clara, Martin, Rike und Ich und kurzerhand dazu, doch nach Swakopmund zu fahren. Der Entschluss stand am 28. Morgens fest und am 28. Abends saßen wir bereits im Zug Richtung Küste. Interessantes Gefährt der „Desert-Express“…mit durchschnittlich 30 km/h braucht er ca. 10 Stunden nach Swakop während man mit dem Auto höchstens 4 Stunden braucht.

Also die Tage in Swakop waren herrlich, zwar immer etwas bewölkt und kalt aber schön! Als Hafenstädter fühlt man sich wohl in anderen Hafenstädten immer wohl…:-) New Years Eve würde natürlich am Strand gefeiert mit riesigem Feuer, einer großen Tanzfläche in der Mitte der Bar und jede Menge guter Musik dazu. Bei einem kleinen „Ausflug“ ans Wasser überraschte mich eine etwas zu klein eingeschätze Welle und ich war plötzlich von Oben bis Unten nass…Tja, mein altes Handy gibt jetzt nur noch merkwürdige Geräusche von sich aber wozu gibt es in Namibia immer schöne Special-Angebote, wo man tolle Handys für n Appel und n Ei bekommt?Ich bin jetzt zumindest stolze Besitzerin eines brandneuen Touchscreenhandys…:-)

Am 3. Januar ging es zurück nach Krumhuk und jetzt wird wieder fleißig mit angepackt. Im Gewächshaus muss jede Menge Unkraut gezupft werden. Zudem hat (endlich!!!!!) die Regenzeit begonnen. Das heist, es ist relativ kühl, bewölkt und man kann jederzeit mit einem Schauer rechnen. Und es ist alles grün…Unfassbar guttuend nach so einer langen Hitze- und Dürreperiode.

Also ich hoffe ihr seid alle gut ins Jahr 2010 gerutscht, Liebste Grüße aus dem Süden!